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14.05.2018
FLUG REVUE

Tauziehen um strategische AusrichtungStreik bei Brussels Airlines

Die Piloten der belgischen Lufthansa-Tochter Brussels Airlines streiken am Montag. Sie fordern mehr Gehalt und widersetzen sich der zunehmenden Eingliederung in Eurowings.

Airbus A330 Brussels Airlines in Washington-Dulles

Ein Airbus A330 von Brussels Airlines auf dem Flughafen Washington-Dulles. Foto und Copyright: Brussels Airlines

Die Piloten von Brussels Airlines haben am Montag einen angekündigten Streik begonnen. Nach Angaben des Belgischen Rundfunks waren über 400 Flüge und rund 63.000 Passagiere betroffen. Fast alle Deutschlandverbindungen wurden gestrichen. Der Arbeitskampf dreht sich formell um mehr Gehalt und weniger Leistungsdruck für die Piloten. Inoffiziell dürfte auch der Rollenwandel von Brussels Airlines vom nationalen Carrier Belgiens zum Bestandteil der Lufthansa Wings-Gruppe eine wesentliche Rolle spielen. So verstärkt Brussels bereits die neue und wachsende Langstreckenflotte von Eurowings mit eigenem Gerät.

Im Februar hatte Lufthansa das Top-Management ihrer belgischen Airline-Tochter ausgetauscht, nachdem sich dieses der seitens Lufthansa geplanten, wachsenden Einbindung in Eurowings widersetzt hatte. Am Montag um 15 Uhr sollte eine neue Verhandlungsrunde von Brussels-Direktion und Piloten beginnen, um einen zweiten, für Mittwoch angedrohten Streiktag noch abwenden zu können.

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