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06.12.2018
FLUG REVUE

"Ereignisse" verändern GeschäftsaussichtenPrivatAir eröffnet Insolvenzverfahren

Die Schweizer Fluggesellschaft PrivatAir hat bekannt gegeben, dass sie ein Insolvenzverfahren eröffnet habe. Betroffen sei auch die deutsche Tochter des Unternehmens.

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PrivatAir setzte ihre Boeing 737-700 sogar in die Antarktis ein, um norwegische Wissenschaftler zu einer entlegenen Eispiste zu bringen. Foto und Copyright: PrivatAir

Die PrivatAir SA habe am Mittwoch Insovlenz angemeldet, teilte PrivatAir mit. Auch die deutsche PrivatAir GmbH habe danach die Insolvenzeröffnung beantragt. In den vergangenen Wochen habe sich eine Reihe von "Ereignissen" auf die Geschäftsaussichten und auf die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens ausgewirkt, begründete die Airline nur andeutungsweise ihre Insolvenz.

Die 1977 gegründete PrivatAir hatte zuletzt 226 Mitarbeiter in der Schweiz, in Deutschland und in Portugal beschäftigt. Außerdem waren 65 externe Mitarbeiter bei einem Pendeldienst zwischen Dschidda und Riad in Saudi Arabien im Einsatz. PrivatAir hatte sich mit hochwertigen Business-Charterflügen einen Namen gemacht und betrieb zeitweise auch transatlantische Linien schwächerer Nachfrage für Lufthansa mit luxuriös ausgestatteten Boeing 737-700 und Airbus A319. PrivatAir flog nach Linienstandards aber scheute sich auch nicht vor exotischen Aufträgen, wie der Begleitung von VIP-Popstars auf Tourneen oder, Chartereinsätze zu entlegenen Rohstoff-Förderregionen und, nach eingehender Vorbereitung, Flügen zu Antarktisstationen, die auf Natureispisten landeten.

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