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23.08.2018
FLUG REVUE

ESA-WindsatellitVega bringt Aeolus ins All

Der europäische Forschungssatellit soll künftig täglich globale Windprofile liefern - und zu genaueren Wettervorhersagen beitragen.

Vega-Start am 22. August 2018 mit Aeolus

An Bord einer Vega-Rakete startete der Windsatellit Aeolus am 22. August 2018. Foto und Copyright: ESA-CNES-Arianespace/Optique vidéo du CSG

Der Erdforschungssatellit Aeolus der europäischen Raumfahrtagentur ESA ist am Mittwoch um 23.20 Uhr MESZ (18.20 Uhr Ortszeit) an Bord einer Vega-Trägerrakete vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana aus gestartet. Der Flug VV12 sollte eigentlich schon am Dienstag abheben, war wegen schlechten Wetters aber um 24 Stunden verschoben worden.

55 Minuten nach dem Start setzte die Vega-Oberstufe Aeolus in der Umlaufbahn ab. Über die Troll-Bodenstation in Antarctica wurde nach Angaben der ESA um 0.30 Uhr MESZ Kontakt mit dem Satelliten hergestellt.

ESA-Windsatellit Aeolus

Aeolus ist mit einem LIDAR-Instrument ausgerüstet. Foto und Copyright: ESA

Aeolus, benannt nach dem Windwächter-Gott aus der griechischen Mythologie, soll nun Winde rund um den Erdball messen. Damit soll der Satellit zu einem besseren Verständnis der Funktionsweise unserer Atmosphäre sowie zu genaueren Wettervorhersagen beitragen. Dafür ist Aeolus mit einem LIDAR-Instrument (Light Detection and Ranging) namens Aladin ausgestattet. Die Lasertechnologie generiert Impulse ultravioletten Lichts, die in die Atmosphäre gesendet werden, um Profile der rund um den Globus auftretenden Winde zu erstellen. Gebaut wurde der 1,4 Tonnen schwere Satellit von Airbus Defence and Space.

"Mit dieser Mission wird eine Lücke in unserem Wissen über die Funktionsweise unseres Planeten geschlossen und demonstriert, wie modernste Technologie im Weltraum eingesetzt werden kann", so ESA-Generaldirektor Jan Wörner. Es ist die fünfte Erdforschungsmission der ESA.

Aeolus wird nun in seiner Umlaufbahn in einer Höhe von 320 Kilometern einer Reihe von Tests unterzogen, bevor seine Mission beginnt. Die Kontrolle des Satelliten erfolgt vom Europäischen Raumflugkontrollzentrum der ESA in Darmstadt aus.

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