In Kooperation mit   aero.de Logo
19.02.2018
FLUG REVUE

Oberstufentriebwerk für Ariane 6Vinci besteht letzte Qualifizierungskampagnen

Insgesamt wurden mit dem wiederzündbaren Oberstufentriebwerk rund 140 Tests durchgeführt.

Vinci-Heißlauftest in Vernon

Das Vinci-Oberstufentriebwerk bei einem Heißlauftest im französischen Vernon. Foto und Copyright: Orao Productions

Das Vinci hat die beiden letzten Qualifizierungstests für die Untersysteme M6 und M7 bestanden, wie die ArianeGroup mitteilte. Die Kampagnen wurden auf den Prüfständen PF52 des ArianeGroup-Standorts Vernon (Frankreich) und P4.1 des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Lampoldshausen durchgeführt.

Insgesamt rund 140 Testläufe hat das Triebwerk für die Oberstufe der europäischen Trägerrakete Ariane 6 nun absolviert. Die letzten beiden Kampagnen umfassten 25 Testläufe, darunter auch einige, bei denen das Triebwerk deutlich über die geforderten Leistungen von vier Zündungen und 900 Sekunden Schub pro Mission gebracht wurde. Das Vinci lief erstmals 1569 Sekunden (26 Minuten und 9 Sekunden) am Stück, eine "bisher unerreichte Dauer", so die ArianeGroup. Zudem wurde das Oberstufentriebwerk bei einem 300 Sekunden dauernden Test nach der ersten Zündung 19 Mal wiedergezündet. Die ArianeGroup testete das Vinci auch bei einer durchgehenden Zündung von 800 Sekunden im Bereich des Maximalschubs, für den das Triebwerk ausgelegt ist.

"Die Kampagnen sind sehr gut verlaufen, und wir haben dank eines neuen Zündsystems die geforderten Flugspezifikationen verschiedentlich signifikant übertroffen. Insbesondere die Auslösung von 20 Boosts während eines einzigen Testlaufs ist eine bemerkenswerte Premiere", so Valérie de Korver, Product Manager Vinci Propulsion System bei der ArianeGroup.

Mit dem wiederzündbaren Vinci soll das Einsatzspektrum der künftigen Ariane 6 im Vergleich zur Ariane 5 verbessert werden. So soll die Oberstufe mehrere Nutzlasten an verschiedenen Positionen im Orbit ausgesetzt werden.

Teilen:

Mehr über ...
esa
FLUG REVUE bei FLUG REVUE bei Facebook FLUG REVUE bei Twitter FLUG REVUE bei Google plus