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12.06.2018
FLUG REVUE

HeeresfliegerFünf geleaste H135 in Bückeburg

Der ADAC hat von Airbus Helicopters die fünfte und letzte H135 erhalten, die für die Ausbildung und Scheinerhaltung von Piloten der Bundeswehr geleast werden.

H135 ADAC Heer 2018

Fünf von der ADAC Luftfahrt Technik GmbH geleaste H135 werden für einige Jahre die Hubschrauberausbildung in Bückeburg unterstützen (Foto: Airbus Helicopters).

Die fünf Helikopter ergänzen die 14 Airbus Helicopters (Eurocopter) EC135, die bereits seit 2000 beim Internationalen Hubschrauberausbildungszentrum der Bundeswehr in Bückeburg im Einsatz sind und seither mehr als 100000 Flugstunden erflogen haben.

„Wir haben nicht genügend Luftfahrzeuge und Flugstunden für die komplette Ausbildung von Hubschrauberführern“, erklärte Oberstleutnant Steen Pfähler, Leiter der Flugeinsatzzentrale in Bückeburg. „Deshalb hat das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) 2017 eine Ausschreibung veröffentlicht, in der Firmen gesucht wurden, die Hubschrauber vermieten. Die ADAC Luftfahrt Technik GmbH (ALT) mit Sitz in Sankt Augustin hat sich beworben und den Zuschlag erhalten.“

Ende 2017 hat das Bundesamt den Mietvertrag mit der ALT über fünf H135 T3 für drei Jahre unterschrieben. Damit haben die Heeresflieger rund 6500 zusätzliche Flugstunden bekommen. Spezifische Ausrüstung für die Ausbildung fordert die Bundeswehr bei der Firma vorher direkt an, etwa die Funkgeräte. Drei ALT-Techniker übernehmen vor Ort die Wartung der Hubschrauber.

„Durch die zivile Zulassung und Lieferung sind wir deutlich flotter und flexibler geworden“, zieht Oberst Bodo Schütte, stellvertretender Kommandeur und Leiter Bereich Lehre/Ausbildung am Zentrum, Bilanz. „Zwar könnten wir mehr neuere Hubschrauber gebrauchen. Insgesamt kann ich aber sagen: Das zivile Anmieten ist für uns am Internationalen Hubschrauberausbildungszentrum eine Erfolgsstory.“

„Die Realflüge zur Vorbereitung auf die sich anschließende Einsatzausbildung auf den Mustern NH-90 und Tiger kommen aber noch zu kurz“ so Oberstleutnant Pfähler. Aufgrund anhaltender unzureichender Verfügbarkeit der Einsatzhubschrauber wie NH90 oder Tiger besteht weiterer Verbesserungsbedarf.

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