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11.01.2019
FLUG REVUE

MTU Aero Engines Polska1000. Niederdruckturbine für A320neo

Die polnische Niederlassung der MTU Aero Engines hat Ende 2018 die 1000. Niederdruckturbine für den Getriebefan (GTF) PW1100G-JM fertiggestellt und an Pratt & Whitney ausgeliefert, teilte MTU heute mit.

MTU Aero Engines Polska 1000. Niederdruckturbine GTF A320neo

Am polnischen Standort Rzeszów ist die 1000. Niederdruckturbine für Pratt & Whitneys GTF-Triebwerk PW1100G-JM gefertigt worden. Foto und Copyright: MTU Aero Engines

Das GTF-Triebwerk ist in mehreren Versionen erhältlich und ein Gemeinschaftsprojekt von Pratt & Whitney, MTU Aero Engines und Japanese Aero Engines Corporation. Das PW1100G-JM treibt den Airbus A320neo an. Am 20. Januar 2016 wurde der erste A320neo mit dem GTF-Triebwerk an den Erstkunden Lufthansa übergeben.

Seit 2015 werden die schnelllaufenden Niederdrucktubinen bei der MTU Aero Engines Polska im südpolnischen Rzeszów gefertigt. Dazu zählt auch die Entwicklung und Fertigung der Turbinenkomponenten und der Schaufeln. Diese kommen neben der Verwendung in Pratt & Whitneys GTF-Familie auch in Triebwerken für den Airbus A320 und A380, der Boeing 787 und der Boeing 777X sowie in Geschäftsreiseflugzeugen von Cessna und Gulfstream zum Einsatz.

Die polnische Tochtergesellschaft der MTU Aero Engines, gegründet 2009, beschäftigt zur Zeit über 850 Mitarbeiter. Eine Vergrößerung ist geplant, bis Ende 2019 soll die bestehende Betriebsfläche um 11.400 Quadratmeter erweitert werden. Die neue Fläche soll sowohl für additive Fertigung (3D-Druck) genutzt werden, als auch für die steigende Produktionsmenge von Komponenten und die Montage zur Verfügung stehen. Die Gesamtfläche nach der Vergrößerung soll 38.500 Quadratmeter betragen. Bereits 2015 hatte sich der Standort um 10.000 Quadratmeter vergrößert. Die Aufgabenschwerpunkte liegen bei Entwicklungs- und Fertigungsaktivitäten, bei der Produktion von Komponenten, der Modulmontage und der Teilereparatur.

Auch die vorderen vier Stufen des Hochdruckverdichters für das GTF werden von der MTU Aero Engines gefertigt. Das Unternehmen ist mit 18 Prozent am Progeamm beteiligt.

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