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04.09.2017
FLUG REVUE

Österreichischer Luftfahrtzulieferer FACCGrößere Gepäckfächer für den Airbus A320

Airbus beauftragt FACC mit der Entwicklung und Fertigung von Gepäckablagen und Deckenpaneelen für die Airspace-Kabine die A320-Familie.

Airbus A320 Airspace

Das Airspace-Kabinenkonzept soll auch in der A320-Familie von Airbus für ein besseres Raumgefühl sorgen. Foto und Copyright: Airbus

Der Vertrag zwischen Airbus und FACC über Gepäckfächer und Deckenpaneele für die A320-Kabine sieht ein Liefervolumen von mehr als 500 Millionen Euro vor, wie der österreichische Zulieferer am Montag mitteilte. FACC beliefert Airbus seit 2001 mit Kabineneinrichtung. Die Airspace-Kabine ist nach Angaben des Unternehmens bereits die vierte Gepäckablagen-Generation der A320-Familie, an der die Österreicher mitarbeiten. 

Auf der internationalen Luftfahrtmesse in Paris im Juni hatte Airbus angekündigt, das bereits 2016 für den Airbus A330 und A350 eingeführte Kabinenkonzept Airspace auch für die A320-Familie anzubieten. Zu Airspace gehören unter anderem eine LED-Deckenbeleuchtung mit mehr als 16 Millionen Farben, geräumigere Bordtoiletten mit einer antibakteriellen Beschichtung, neue Paneele für die Seitenwände, die für mehr Schulterfreiheit auf dem Fensterplatz sorgen sowie größere Gepäckfächer, die FACC nun in Kooperation mit Airbus entwickelt. Sie sollen Platz für acht statt bisher fünf Gepäckstücke bieten, wobei die einzelnen Gepäckstücke eine Größe von bis zu 61 x 40,6 x 25,4 Zentimeter haben dürfen. Zudem wird FACC die Deckenpaneele liefern, die neben der üblichen Funktion als Verkleidung auch für eine gleichmäßige Ausleuchtung der Kabine sorgen sollen.

FACC arbeitet derzeit an der Detailentwicklung der einzelnen Komponenten und wird laut Vertrag die ersten Lieferungen für die Airspace-Kabine Ende 2018 an Airbus durchführen. Ab Anfang 2019 will Airbus die neuen Gepäckfächer als Variante zu den aktuellen, ebenfalls von FACC produzierten Versionen für die A320-Familie anbieten. Die Airspace-Kabine können Fluggesellschaften auch zur Nachrüstung für bestehende Flugzeuge bestellen.

"Vom Erfolg der A320-Familie profitiert auch FACC erheblich", so Robert Machtlinger, Vorstandsvorsitzender von FACC. "Die starken Verkaufszahlen lassen einen hohen Bedarf an Neu- sowie Upgradekabinen und damit zusätzliches Auftragsvolumen für FACC erwarten." Die Auslastung der FACC Interiors Division sei damit auch weit über das Jahr 2019 hinaus gesichert.

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